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Unterwegs in Ungarn: Nyíregyháza-Sóstó

Unterwegs in Ungarn: Nyíregyháza-Sóstó


260 km nordöstlich von Budapest (auf den Autobahnen M3 und anschließend M35 in drei Stunden erreichbar) liegt das Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg mit seiner Hauptstadt Nyíregyháza und deren Naherholungsgebiet Nyíregyháza-Sóstó.

Um diese Wochenend- bzw. Ferien- und Kuroase geht es in den folgenden Zeilen. In gesunde, dichte Eichenwälder gebettet spaziert man/frau am Sóstó (Salzsee) entlang, an alten Villen und Kurhotels vorbei oder aber kehrt dort ein. Die Luft ist weich und leicht salzig, denn Natrium-Chlorid prägt den Kurort seit Jahrhunderten.


Unterwegs in Ungarn: Nyíregyháza-Sóstó


Schon im 15. Jahrhundert wurde die heilend-lindernde Wirkung des salzigen Wassers im Igrice-See gelobt, ein Salzsee, der übrigens mehrmals austrocknete, so dass die am Boden getrockneten Salzkristalle geerntet und verwertet wurden. Gleich hinter dem Fürdőház Hotel (Badehaushotel),


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seinem Aussehen nach aus alten Zeiten erhalten geblieben – siehe Photo, (Baujahr 1911, vor ein paar Jahren generalüberholt, mit drei Sternen gekennzeichnet und weit mehr Komfort und Service ausgestattet, als es die drei Sterne verraten: mit Kurstation und Wellness-Landschaft, einladenden, in warmem Braun und Beige gestalteten Zwei-Bett-Zimmern, u.a. Bademänteln im Schrank und Wasserkocher mit vorbereiteten Tee- und Kaffeebeuteln auf dem Tisch) befinden sich das Aquarius Erlebnisbad


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mit zig großen und kleinen Thermalbassins, nämlich 22, Kurstation, dem nur durch eine offene Gartentür getrennten Parkbad mit weiteren Thermal-Schwimmbecken, Rutschen und dem 50-m-Sportbecken sowie dem See, dem Salzsee mit, teils dem in Ungarn einzigen natürlichen Seebad (seit Pfingsten und bis Ende September geöffnet) und teils dem See zum Boot- und Kahnfahren.


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Das heilende Wasser bezieht das Aquarius und Parkbad aus 600-1000 m Tiefe; dann ist es noch 52 Grad C heiß und wird, je nach Bestimmung auf 32, 34, 36 Grad gekühlt. Das Salz-, Brom- und Jod-haltige Heilwasser wird in der Therapiestation nach  der Untersuchung vom Balneologen zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden, Gelenkverschleiß, Hautkrankheiten u.a. Indikationen verschrieben.


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Darauf, dass die Tageskarte maximal 3600 Ft kostet und Zutritt zu allen Badeeinheiten (außer Therapie) beinhaltet, sind die Manager des Komplexes besonders stolz. Bis zu 6500 Gäste haben in dem Bäderland pro Tag bequem Platz. Als Schmankerl sei an dieser Stelle das Nachtbaden mit stimmungsvollem Unterhaltungsprogramm in einem der Bassins erwähnt (21-02 Uhr, Eintritt 1800 Ft – siehe Photo des auch nachts betriebenen Beckens).


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Unterwegs in Ungarn: Nyíregyháza-Sóstó


Die Badegäste kommen zu 60 % aus Ungarn, zu 40 % aus den nur einen Katzensprung entfernten Nachbarländern, Rumänien, Slowakei und Ukraine, seltener aus entfernteren Ländern. Die Infos und Prospekte liegen in Ungarisch und Englisch vor, viele auch in den Sprachen der Nachbarländer.


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Wer nicht den ganzen Tag lang baden will, auch wenn die ganze Familie stundenlang ihre Gaudi in den Bassins mit Nackendusche und Rutschen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades und Adrenalinschock hat, der könnte sich auch im nahen Abenteuerpark körperlich ertüchtigen. Seit 2009 in Betrieb können hier sportlich-gleichgewichtstüchtige Besucher von fünf bis 85 Jahren in die Bäume klettern und über die Seile balancieren, drei Seile für Erwachsene und drei für  Kinder mit insgesamt hundert Stationen, d.h. Hindernissen, die in maximal 90 Minuten überwunden werden sollten. Ähnlich wie die Aquarius-Parkbad- und Seenlandschaft liegt auch der Abenteuerpark auf 1,5 ha im Eichenwald.


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Ausgiebige Spaziergänge, ja ein mehrtägiger Lern- und Unterhaltungsaufenthalt können im SóstóZoo verbracht werden. Er ist der zweitgrößte Tiergarten Ungarns, wurde 2015 mit dem Titel ’Bester Zoo Europas’ ausgezeichnet und hat den Vorteil im Wettbewerb mit den anderen 43 Zoos in Ungarn, dass er auf 35 ha ’grüner Wiese’, d.h. ebenfalls im Eichenwald von Sóstó angelegt, gebaut und 1998 eröffnet wurde.


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5000 Spezies leben in diesem Zoo in benahe naturgetreuem Ambiente, von weißen Tigern und Löwen


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bis zu kleinen und größeren Haifischen im neuen Ozenarium.


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Was naturnah bedeutet ist z.B., dass um das ’Revier’ der Elefanten einfach ein ’Burggraben’ mit Wasser angelegt wurde, weil die Elefanten wasserscheu sind und nicht schwimmen können. Solche Eigenschaften wurden bei der Anlage in allen Fällen beachtet.


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Wer nicht fünf bis sechs Stunden durch den Tiergarten wandern will, der sollte sich, um einen Überblick zu erhalten, zur halbstündigen Rundfahrt mit dem E-Mobil (acht bzw. zwölf Plätze) anmelden. Die Rundfahrt kostet gerade mal 500 Forint (weniger als zwei Euro).


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Einmalig ist in diesem Zoo das eigene Hotel, Hotel Dzsungel (Dschungelhotel) (siehe Photo mit Hotellobby), wo sich meistens ganze Schulklassen bzw. Familien mit Kindern einquartieren und so mehrere Tage lang vor Ort im Tierparadies sind.


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Der SóstóZoo pflegt Artenschutz- und Tauschkontakte zu 396 Tiergärten weltweit, zählt jährlich bis zu 500 000 Besucher und ist der einzige freitragende Tiergarten in Ungarn.

Ebenfalls in Nyiregyháza Sóstó erwartet das zweitgrößte Ethnographische Freilichtmuseum Ungarns (nach jenem bei Szentendre) die Besucher. Es wurde ähnlich wie der Tiergarten auf einem Freigelände, auf neun Hektar angelegt. Schon Anfang der 1960er Jahre wurde über die Notwendigkeit, die ländlich-bäuerliche Kultur, sprich die Geschichte der Region Nyírség erhalten zu müssen. Ab 1970 wurden Bauernhöfe aus dem 18-19. Jahrhundert, die ansonsten verfallen wären, hier neu aufgebaut, bzw. solche, auf die die ursprünglichen Dörfer nicht verzichten wollten, so die Kirche des Dorfmuseums, naturgetreu rekonstruiert.


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In die Schulbänke der alten Dorfschule darf man sich heute nicht mehr setzen, weil sie der Belastung nicht standhalten würden und nicht ersetzt werden können, dafür aber die fünf Gehöfte besichtigen.


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Jedes erzählt seine eigene Geschichte, von den Menschen, die dort lebten, bescheiden oder begütert waren, z.B. zu den 1752-54 von Graf Ferenc Károlyi aus dem südlich gelegenen Komitat Békés hier, in der öden Nyírség-Region, angesiedelten evangelischen Slowaken gehörten. Sie wurden nicht Slowaken, sondern Tirpák genannt, was heutzutage einen pejorativen Beigeschmack hat, anno allerdings vom slowakischen Wort Trpak stammt, das einfach arbeitssam, fleißig, zäh bedeutete


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Auch ein paar ganz bescheidene Zigeunerkaten, die gerade renoviert werden, sollten besichtigt werden. Im Dorfmuseum finden vom 1. April bis 31. Oktober zahlreiche thematische Programme statt, eines der beliebtesten dreht sich um das Brauchtum zu Sankt Johanni und der Nacht vom 23. auf den 24. Juni, wenn auch zum Schäferstündchen eingeladen wird.


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Für 1,5 Milliarden Forint wird zurzeit im Museumsdorf nicht nur renoviert und restauriert, sondern ein modernes Besucherzentrum und Museums-Shop gebaut, die Beleuchtung erneuert und der Weg durchs Dorf befestigt. 60 000 Besucher werden jährlich im Ethnographischen freilichtmuseum gezählt.


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Ohne einen Spaziergang durch die Komitatshauptstadt bliebe der Besuch in der Nyírség unbefriedigend.  Nyíregyháza mit seinen 119 000 Einwohnern hat Einiges zu bieten: sein von Eklektik und Jugendstil geprägtes Weichbild, die luftigen, breiten Grünanlagen (darin die Skulptur des Sohnes der Stadt, des Schriftstellers Gyula Krúdy (1878–1933) auf dem Sand-Trainer, dem charakteristischen Fortbewegungsmobil auf dem sandigen, instabilen Boden der Nyírség-Region; Krúdy auf dem Riesenrad ist ein Werk des Bildhauers Imre Varga.


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Jede Region hat ihre besondere Küche. Eine besonders leckere, sättigende Suppe, eigentlich ein Eintopf ist die Kartoffelklößchen-Suppe Nyírség. Ein Eintopf, eine Art Ragout mit viel Gemüse, plus/minus Fleisch und mundgerechten, kleinen Kartoffelklößchen.


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Leider, leider habe ich sie persönlich noch nie zubereitet und aus Sóstó noch immer kein Rezept bekommen, so dass mit der Hinweis auf Kochrezpte im Internet bliebe. Trotzdem: Guten Appetit!

http://www.nyiregyhaza.info.hu/de/index.html

Text: Marianne Latki

Foto: aktivpihenes.hu / Okolicsányi Zoltán

 

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